Das Projekt

Journalistory.ch – Das Gedächtnis des Journalismus

Der politisch unabhängige Verein Journalistory.ch konstituiert ein audiovisuelles Archiv des Schweizer Qualitätsjournalismus.

Mit der Methode der Oral History werden rund 50 Protagonisten der Schweizer Medien zu ihrem Leben und Wirken befragt.

Die Interviews werden seit Dezember 2017 auf einer transmedialen Plattform (Video Player) zugänglich gemacht und sollen ein nachhaltiges Gedächtnis des Schweizer Qualitätsjournalismus bilden.

Dieses Projekt wird Dank der Unterstützung der folgenden Partner ermöglicht:

 

Der Schweizer Journalismus der Nachkriegszeit findet aufgrund seiner Qualität weltweit Beachtung. Als wichtige Instanz zwischen Bevölkerung und Staat sowie zwischen Heimat und globalem Kontext trägt er wesentlich zur Funktionsfähigkeit des demokratischen Rechtsstaats bei.

Aufgrund von ökonomischen, technischen und ideologischen Umbrüchen im 21. Jahrhundert steht der Schweizer und auch der internationale Journalismus vor grossen Herausforderungen. Die veränderten Voraussetzungen in den Bereichen Quellenkritik, Meinungsbildung und Faktenvermittlung legen nahe, dass eine neue Phase des Journalismus längst begonnen hat.

Das Projekt Journalistory.ch nimmt diese Veränderung als historischen Ausgangspunkt und befragt die Protagonisten aus der Blütezeit des Qualitätsjournalismus als Zeitzeugen. In rund 50 Interviews entsteht so ein audiovisuelles Gedächtnis, das Interessierten und der Forschung als Quelle und Fenster in die Epoche ab 1960 dienen soll.

Liste der bereits interviewten Zeitzeugen (Stand 1.11.2018)

Roger Blum
Hugo Bütler
Alain Campiotti
Hans Fahrländer
Rita Flubacher
Bertill Galland
Frank Garbely
Ueli Haldimann
Stefan Keller
Anna Lietti
Serge Michel
Felix E. Müller
Klara Obermüller
Kurt Pelda
Jacques Pilet
Jacques Poget
Markus Schär
Casper Selg
Margrit Sprecher
Res Strehle
Chantal Tauxe
Serena Tinari
Hansi Voigt
Rolf Wespe

Die transmediale Plattform (Video Player)

Die « responsive » Webseite ist kompatibel mit Smartphone, Tablet oder PC und ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzern, Gesprächssequenzen, Filmmaterial, Bilder und Quellen zur Geschichte des Schweizer Journalismus zu konsultieren.

Folgende Videoclips werden von Journalistory produziert:

• ein Portait von jedem Zeitzeugen (Dauer 15 Minuten)
• kurze thematische Clips über bestimmte Aspekte des Journalismus (Dauer 3 bis 5 Minuten)

Die Videoclips werden gemäss thematischen, chronologischen und biographischen Kriterien klassifiziert und ganzheitlich transkribiert. Zu jedem Videoclip werden auch Links zu anderen, gezielt ausgewählten Inhalten vorgeschlagen: Zeitungsartikel, Photos, Youtube-Clips etc.

Die didaktisch angelegten Parcours durch die verschiedenen Handlungsstränge aus den Oral-History-Gesprächen und den damit verknüpften Ereignissen und Reportagen erlauben es, in Leben, Wirken und Arbeitsweise der renommierten Medienschaffenden einzutauchen. Die NutzerInnen werden dabei animiert, über die Rolle der Medien im Staat, über die Bedeutung des Journalismus für die Meinungsbildung, ethische Fragen im Zusammenhang mit der journalistischen Arbeit sowie über Vergangenheit und Zukunft des Journalismus nachzudenken.

Die Plattform ist evolutiv. Journalistory.ch wird noch zusätzliche Interviews und Videoclips produzieren und damit den Inhalt der Plattform stetig erweitern. Die Navigation und Programmierung der Plattform wird laufend verbessert.